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Gesundheitszentrum für Kleintiere Dr. Schneider in Hamburg Volksdorf

Dr. med. vet. Jürgen Schneider Master Of Small Animal Science | Eulenkrugstr. 1 | 22359 Hamburg | Tel. 040 / 603 47 75

Patella Luxation

Man unterscheidet angeborene und erworbene Formen der Luxation

Man unterscheidet angeborene oder erworbene Formen der Patella Luxation. Die durch Unfall erworbene ist eher die seltenere Variante, betrifft jedoch jede Rasse jeden Alters. Bei großen Hunderassen tritt die Luxation nach außen, bei kleinen Hunderassen nach innen auf. Dies ist bedingt durch die unterschiedlichen Längen der Unterschenkel. Die Patella Luxation ist eine Erkrankung, die in den meisten Fällen durch eine leichte Fehlstellung des Ober- oder Unterschenkels hervorgerufen wird. Selten kann sie nach einem Unfall auftreten. Mehrere Rassen haben eine Veranlagung zur Patella Luxation. Bei einigen Hunden muss vor der Zuchtzulassung eine Untersuchung auf Patella Luxation durch einen verifizierten Untersucher durchgeführt werden.

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Bild Patella Luxation
Patella Luxation

Die Streckung des Kniegelenkes wird durch große Muskeln erreicht, die am Oberschenkel- und Beckenknochen entspringen. Die Muskeln verlaufen an der Vorderseite des Oberschenkels und treffen sich direkt oberhalb des Kniegelenkes in einer gemeinsamen Sehne (Gerades Kniescheibenband, Patellasehne). Dieses Band zieht vorne über das Kniegelenk zum Unterschenkel, wo es direkt unterhalb des Kniegelenkes ansetzt. In das Band eingelagert ist die Kniescheibe. Dieser Knochen verläuft in einer Rinne des Kniegelenkes und sorgt für einen reibungslosen Verlauf der Streck und Beugebewegung. Verlässt die Kniescheibe diese mittige Position in der für sie vorgesehenen "Rinne", funktioniert der Streckmechanismus nicht mehr richtig. Bei von Patella Luxation betroffenen Tieren sind die Knochen von Ober- und Unterschenkel so geformt, dass das gerade Kniescheibenband und somit auch die Kniescheibe nicht mittig über der für sie vorgesehenen "Rinne" verlaufen. Die Kniescheibe kann nach innen oder außen aus der Rinne springen (luxieren, ausrenken). Die Luxation nach innen ist dabei deutlich häufiger anzutreffen. Je nach dem wie stark die Verformung ist, aber auch abhängig von der Spannung der umliegenden Weichteilstrukturen, kann die Verrenkung der Kniescheibe unterschiedlich stark sein.

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Vier unterschiedliche Grade der Patella Luxation

In manchen Fällen tritt die Luxation nur hin und wieder auf. Manchmal ist es sogar nur ein Zufallsbefund. In anderen extremen Fällen liegt die Kniescheibe permanent außerhalb der Rinne und ist auch durch den Untersucher mit den Händen nicht wieder zurück zu verlagern. Je nach Aus- und Einrenkbarkeit der Kniescheibe werden vier Grade unterschieden.

Das Herausspringen der Knischeibe ist meistens mit einer ganz typischen Lahmheit verbunden. Das Tier läuft ganz normal, plötzlich setzt es für ein bis zwei Schritte das betroffene Bein nicht ein, um danach wieder unauffällig zu laufen. Patienten, die auf Grund der Kniescheibenverrenkung Symptome zeigen sollten operiert werden. Weder Schmerzmedikamente noch Krankengymnastik sind dazu geeignet, eine luxierte Kniescheibe dauerhaft in ihre Position zu bringen. Durch das ständige Hinein- und Herausspringen kommt es mit der Zeit zu einer zunehmenden Zerstörung bzw. Arthrose des Kniegelenkes, abgesehen von den ständigen Schmerzen. Daher sollte eine Patella Luxation so früh wie möglich operiert werden.

Es gibt je nach Schweregrad der Luxation drei verschiedene Operationsmethoden von der einfachen Kapselraffnaht mit Straffung des äußeren Bandes bis hin zur Vertiefung der Trochlea (Führungsrinne) oder seitliche Versetzung des unteren Ansatzpunktes des geraden Kniescheibenbandes - oder auch eine Kombination von allen drei Varianten. Die Entscheidung ist im Einzelnen durch den Chirurgen anhand des Schweregrades zu fällen. Die Operation ist im Allgemeinen erfolgreich, um die Lahmheit zu beseitigen.

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